Donnerstag, 4. Mai 2017

Rezension "Splitterleben"


Hallo ihr lieben,
ich habe vor ein paar Wochen „Splitterleben“ von Jenna Strack gelesen, und konnte es kaum aus der Hand legen, leider bin ich nicht früher dazu gekommen eine Rezension zu schreiben, aber „gut Ding will Weile haben“, und da ich diesem großartigen Buch eine angemessene Rezension schreiben wollte, weil es das definitiv verdient hat, musste ich es leider etwas aufschieben, bis ich etwas mehr Zeit hatte.





Inhalt:


Wenn ich mich an einen speziellen Moment erinnern soll, in dem mein bisheriges Leben einen Riss bekam und die ersten Splitter meine Wahrnehmung streiften, dann war es wohl der Abend, an dem ich nieste und hoffte, es wäre nichts Schlimmes. Doch irgendetwas in mir wusste es bereits: dass nichts mehr so sein würde wie zuvor. Die Welt der siebzehnjährigen Mia scheint zu zersplittern, als sie kurz nach einem Sportwettkampf erfährt, dass sie unter einer unheilbaren Krankheit leidet. Von einem Moment auf den anderen scheinen ihre jungen Träume unerreichbar; die so hart erkämpfte Sportlerkarriere, das Wunschstudium und auch ihre erste große Liebe rücken in weite Ferne. Doch während sie sich Tag für Tag erneut dem Kampf gegen ihren eigenen Körper stellt, erkennt sie, was wirklich zählt im Leben: jeden schönen Moment zu genießen und aus den vorhandenen Splittern etwas Neues zusammenzusetzen.



Meine Meinung:


Jenna Strack hat sich mit diesem Buch wirklich selbst übertroffen, ich hätte es niemals für möglich gehalten, dass eine solche Thematik glaubhaft und sensibel für die Leser darzustellen ist, doch genau das ist der Autorin hier gelungen. Mia´s Geschichte lässt uns so viele unterschiedliche Emotionen durchleben angefangen bei der Angst um ihre Gesundheit, über die Unsicherheit wie es weitergehen wird, die Enttäuschung durch ihre sogenannten Freunde bis hin zu der Hoffnung auf einen einigermaßen normalen Alltag, der Liebe zu ihrer Familie und zu ihren wahren Freunden und schlussendlich die Trauer und der Kampf um ihr Leben.




Dank dem sehr angenehm zu lesendem Schreibstil der Autorin, konnte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen. Die Geschichte war einfach so fesselnd, und nach jedem Kapitel musste ich wissen wie es für Mia weitergeht. Ich habe so viel mit ihr gelitten, gehofft und schließlich auch wieder gelacht und geweint, dass es eine wahre Achterbahn der Gefühle für mich war. Für mich steht fest, dass „Splitterleben“ auf jeden Fall eines meiner Highlight-Bücher im Jahr 2017 ist, denn ich denke jetzt schon seit ein paar Wochen über das Buch und das Leben im Allgemeinen nach.


 Cover und Gestaltung:


Das Cover finde ich sehr passend, die Splitter und Risse zeigen, wie Mia sich innerlich fühlt und interessant finde ich auch die Farbwahl Blau, denn als meditative Farbe, lässt sich Blau zur Abkühlung vom Tagesstress, zur Regeneration und Erholung einsetzen, vielleicht sieht Blau aber auch einfach gut aus ;)


Die Innengestaltung des Buches finde ich sehr schön, jeder Kapitel ist so liebevoll gestaltet mit dem Traumfänger und jedes Kapitel wird mit einem Song eingeleitet, welcher die passende Stimmung im jeweiligen Kapitel unterstreicht.

Gerade beim Lesen machte es die Musikwahl manchmal noch trauriger zum Beispiel „Help me Please“ von Olin and the Moon, andere Songs wie Rachel Plattens „Fight Song“ und vor allem „Alles was ich bin“ von Staubkind verkörperten Mias Kampgeist wunderbar. Übrigens ist Mia´s Playlist vorne im Buch abgedruckt und ihr könnt sie über Spotify hören. Toll finde ich auch das, dass Indianische Tierkreiszeichen im Buch mit eingebunden wurde.



Charaktere:


Mia unsere Hauptprotagonistin ist eine zielstrebige Sportlerin, die ihren gesamten Tag gerne durchstrukturiert und die eigentlich nur für das Laufen lebt. Sie geht vor und nach dem eigentlichen Lauftraining laufen, daher ist es sehr gut nachvollziehbar das für sie eine Welt zerbricht, als sie von der Krankheit und deren Ausmaß erfährt. Mia´s Verwandlung von der starken Sportlerin zu ihrem neuen Ich finde ich sehr beeindruckend und ich finde Mia wächst mit ihrer Krankheit über sich selbst hinaus, denn ihre Gedanken ändern sich nach und nach und sie lernt ihre alten träume loszulassen und sich neue aufzubauen.



Mia´s Familie enttäuscht mich sehr, denn ich habe das Gefühl das sie dort eigentlich auch nicht wirklich unterstützt wird, und das finde ich wirklich schlimm, denn wenn nicht mal die Familie hinter einem steht, wer denn dann?!



Tobi und Tessa waren mir von Beginn an unsympathisch, denn beide sind so selbstverliebt und interessieren sich nur für Oberflächlichkeiten. Tobi hätte sich im Lauf der Geschichte mal die ein oder andere Ohrfeige verdient, denn er ist so ein egoistisches und selbstverliebtes Arschl….



Nele ist da etwas anders, sie ist zu Beginn Mia´s beste Freundin und gönnt ihr auch ihren Erfolg, sie ist auch nicht selbstverliebt oder arrogant, nur leider kann sie sich nicht in Mia´s Krankheit reinversetzen und so leben sich die zwei einfach nach und nach auseinander, da Mia nicht mehr die gemeinsame Leidenschaft, dass Laufen mit Nele teilen kann.



Anh ist einer meiner absoluten Lieblingscharaktere, sie ist eine so positive und fröhliche sowie mutige und starke Person, obwohl sie schon so lange an der Krankheit leidet lässt sie sich nicht unterkriegen und baut Mia sogar noch auf und hilft ihr mit allem fertig zu werden.



Dann ist dann da noch Samu, zu ihm muss ich nicht viel sagen, ich habe ihn schon auf dem Jahrmarkt ins Herz geschlossen und ich bin der Meinung jeder sollte einen Samu haben, denn wer hätte nicht gerne einen Hilfsbereiten, verständnisvollen und loyalen Freund an seiner Seite.



Jetzt beende ich meine Rezension mit der bitte an euch unbedingt dieses Buch zu lesen, es sensibilisiert einen für schwierige Situationen und macht einem bewusst das es von heute auf morgen jeden treffen kann und wir dann für diejenigen da sein sollten.



Liebe Grüße eure Josie





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